Fünfgürtelbarben – Gestreifte Gründler

Bei der Fünfgürtelbarbe (vergleiche auch Flussbarbe) handelt es sich um einen etwa 5cm langen Süßwasser-Zierfisch, dessen Körper eine bräunliche Grundfarbe und 5 senkrechte, schwarze Streifen („Gürtel“) aufweist.

Wie bei Fischen häufiger zu beobachten, ist das Männchen im Allgemeinen etwas kleiner als das rundlichere Weibchen, dafür aber etwas intensiver gefärbt, vor allem die Flossen besitzen eine kräftigere Rotfärbung.

Die Farbintensität korreliert offenbar auch mit dem Stresspegel: Bei dauerhafter Blässe sollte man Ursachenforschung betreiben. Ein zu kleiner Schwarm, ungeeignete Gesellschaft, ungünstige Wasserparameter, zu wenig Versteckmöglichkeiten, aber auch falsche, beziehungsweise zu einseitige Ernährung können Auslöser für mangelndes Wohlbefinden sein.

Der ursprüngliche Lebensraum der Fünfgürtelbarbe sind die tropischen Gewässer Südostasiens, vorzugsweise halten sie sich dort in dicht bepflanzten Ufergebieten auf.

Als typische Vertreter der Familie der Karpfenfische durchwühlen sie auf der Suche nach Nahrung den Boden. Dieses Verhalten bezeichnet man als Gründeln (vergleiche auch Koi).

Entsprechend bewohnt die Fünfgürtelbarbe hauptsächlich den unteren Bereich des Aquariums, welches einen weichen, feinkörnigen Untergrund, Pflanzendickicht und Wurzeln zum Verstecken bieten sollte.

Barbus pentazona, so der wissenschaftliche Name, erreicht in menschlicher Obhut ein Alter von etwa 3 – 5 Jahren.

Als Schwarmfisch sollte die Gruppengröße mindestens 10 Individuen zählen, eine Aquariengröße von 80l sollte wegen des durchaus ausgeprägten Bewegungsdrangs nicht unterschritten werden.

Der Fünfgürtelbarbe im Schwarm

Klares, gut gefiltertes, weiches Wasser (bis 7°, auf jeden Fall aber < 12° DH Gesamthärte, < 10° Karbonathärte) mit einer Temperatur von ca. 24°C und einem leicht sauren pH von 6,5 (Torffilterung) stellen gute Bedingungen für diesen Fisch dar.

Auf Schwankungen der Wasserqualität reagiert die Fünfgürtelbarbe sehr empfindlich. Da sie ruhige Gewässer bevorzugt, kann auf eine Strömungspumpe verzichtet werden.

Im Gegensatz zu ihrer nahen Verwandten, der Sumatrabarbe (diese beknabbert hin und wieder gern die Flossen ihrer Mitbewohner), ist die Fünfgürtelbarbe ein umgänglicher, etwas scheuer Vertreter der Gürtelbarben und somit durchaus fürs Gesellschaftsbecken geeignet, Schmerlen sind beispielsweise gute Gefährten.

Der Fünfgürtelbarbe im Schwarm

Obwohl die Fünfgürtelbarbe ein Allesfresser ist, bevorzugt sie Lebendfutter (z.B. Artemia oder Pulex), aber auch Flockenfutter und pflanzliche Kost werden angenommen. Die Nachzucht stellt sich verhältnismäßig anspruchsvoll dar. Zunächst gilt es, im Gesellschaftsbecken ein geeignetes Pärchen auszuwählen.

Das Wasser im Zuchtbecken, in welches das Pärchen zu Beginn der Balz verbracht wird, muss mit mindestens 28°C deutlich wärmer sein als das des Gesellschaftsbeckens.

Es sollten sehr hohe Wasserpflanzen (bis zur Wasseroberfläche reichend) vorhanden sein, da das Weibchen seine Eier im oberen Bereich der Pflanzen ablegt.

Als Freilaicher betreibt die Fünfgürtelbarbe keine Brutpflege, sondern die Eltern müssen im Gegenteil nach dem Ablaichen zeitnah aus dem Zuchtbecken entfernt werden, da es sich um Laichräuber handelt, sprich, sie haben ihre eigenen Eier zum Fressen gern..

Nach etwas 2 Tagen schlüpfen die Nachkommen. In den ersten 5 – 6 Lebenstagen verzehren sie zunächst ihren Dottersack, um sich dann frei schwimmend auf Nahrungssuche zu begeben. Hierfür eignet sich zunächst feinstes Plankton, später erweitert man das Nahrungsspektrum z.b. um Artemia-Nauplien.

Es empfehlen sich anfangs tägliche Teilwasserwechsel, da die Jungtiere, noch mehr als die Adulten, auf reichlich Frischwasserzufuhr angewiesen sind. Ohne genügend Frischwasser ist mit großen Verlusten zu rechnen.

 

 

M. Baumberg

M. Baumberg

Leidenschaftliche Tierbloggerin!
M. Baumberg

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